
Chronik des Marinezug
"Admiral Püllen"
Rückblick 2025
Etwas später als gewohnt starteten wir in das Schützenjahr. Nach dem guten Gelingen in 2024 ging es Anfang Februar wieder zur Herrensitzung nach Oberaussem, welche routiniert und mit einer Menge Spaß überstanden wurde.
Leider fiel der „Gemütliche Abend“ aufgrund terminlicher Überschneidungen aus,
so dass uns erst die Marinezug-Versammlung am 22. Februar alle wieder
zusammenführte. Hier wurden dann die Weichen für das laufende Jahr gestellt.
Kurze Zeit später sorgte die Generalversammlung des Bürgervereins für
Diskussionsstoff. Die Öffnung des Hauptvereins für weibliche, auch aktive
Mitglieder sowie die Änderungen im Schützenfestablauf wurden im Zug diskutiert
und in großer Übereinstimmung als notwendig und richtig gesehen. Für unseren
Marinezug ist die Aufnahme von Frauen jedoch nicht vorgesehen.
Das traditionelle Zugschießen im Bobbolandia war wieder ein Highlight im
Kalender. Bemerkenswert war, dass sich mit Tommy (Marine-Vierkampf) und Dieter
(Zugpokal) die Vorjahressieger wieder durchsetzten. Letzterer sogar zum dritten
Mal in Folge.
Das Frühlingsfest-Wochenende wurde mit dem Vergleichsschießen des Bürgervereins
eröffnet. Bedingt durch einige kurzfristige Absagen konnten wir nur ein Team an
den Start bringen. In der Besetzung Dieter, Detlef, Markus Feuster, Marco und
Tommy erreichten wir einen mittelmäßigen 8. Platz. Einzig Marco konnte mit 55
Ringen überzeugen und streifte mit Platz 4 nur denkbar knapp die Preisränge.
Das Frühlingsfest selbst wurde bei gutem Wetter und Stimmung begangen. Bis auf
die mittlerweile schon übliche, schlechte Toilettensituation gab es keine
Kritikpunkte und so konnten wir mit gewohnt guter Livemusik lange feiern.
Am Sonntag, den 27.04.2025 nahmen wir am 100jährigen Jubiläum des Tambourcorps
Neuenhausen teil. Es war ein genialer Tag mit Abschluss auf der Terrasse unseres
neuen Gönners Stefan Gorris.
Unsere Marinekameraden vom Königszug „Kreuzer Emden“ nutzten für das
Schützenbiwak die Halle Schmitz, wobei deren Konzept wieder zurück zu den
ursprünglichen Wurzeln der Veranstaltung führte. Nette Gespräche bei leckerem
Essen und Trinken mit musikalischer Untermalung. Auch preislich war man vom
hohem Niveau der letzten Jahre wieder auf einen „normalen“ Stand zurückgegangen.
Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr startete man den
Vatertag wieder mit einem Bier-Frühstück bei Ralph. Im Anschluss ging es zu Fuß
zum Biergarten des Mühlenstübchens, wo Walter zur Truppe hinzukam. Nach einem
weiteren Stellungswechsel ergänzte auch Dieter die Runde und so verbrachte man
den restlichen Tag auf dem Gustorfer Wiesnfest.
Ebenso beibehalten wurde das Kegeln am Mittwoch vor Fronleichnam. Nach einem
spannenden Wettkampf musste das letzte Spiel entscheiden. Hier konnte sich unser
Routinier Thomas Nießen durchsetzen und damit bereits seinen zweiten
Spießgeld-Gutschein in Empfang nehmen.
Ende Juli hieß es wieder: Dorffest im Frankenland und somit Teil 1 der
Feierlichkeiten zum 40jährigen Freundschafts-Jubiläum. Dabei reiste der Großteil
unserer Truppe mit dem voll besetzten Bus (48 Personen) an. Treffpunkt für alle
war Freitagnachmittag am Schützenhaus. Für viele ging es direkt danach zum
ersten Meisterschaftsspiel des 1. FC Frimmersdorf. Als Ergebnis gab es
selbstredend einen Heimsieg. Nach kurzem Frischmachen brachte dann die uns
bereits bestens bekannte HardRock-Kombo „Hunter“ das Festzelt zum Beben.
Der Samstag überraschte zunächst mit regnerischem Wetter, welches sich am
Nachmittag zu einem eindrucksvollen Regenguss inklusive Gewitter entwickelte.
Glücklicherweise saßen alle Mariner geschützt. Im Nürnberger Fußballstadion, den
privaten Unterkünften oder im Bierkeller in Erlangen wurde man nicht nass,
zumindest nicht von außen. Am Abend nutzte man die Regenpausen um sicher ins
Zelt zu gelangen, wo es dann eine zünftige, fränkische Party gab. Die Live-Band
hatte sich zum Vorjahr verbessert und so feierte man gemeinsam bis weit nach
Mitternacht mit Schwerpunkt „Sektbar“.
Terminfrei ging es dann am Sonntagmittag zum abschließenden Frühschoppen mit
Königsproklamation. Auch das Wetter spielte mit und so gab jeder und jede noch
einmal alles, bis es um 15.30 Uhr hieß: Abschied nehmen. Wie immer war es ein
großartiges Wochenende in Franken!
Bereits eine Woche später fand unser Dorffest statt. Auch hier spielte das
Wetter keine gute Rolle und unsere Abordnung kuschelte sich unter einem
Zeltdach. Dennoch war die Stimmung prächtig und die Mehrzahl der Besucher hielt
lang bis Mitternacht durch. Respekt Frimmersdorf!
Am Sonntag, den 10. August unterstützten wir dann mit kleiner Besatzung unsere
Marinekameraden in Neuenhausen. Ergänzt durch unsere Freunde aus Elfgen genossen
wir einen heißen Aufenthalt.
Die Versammlung eine Woche später kombinierten wir mit dem letzten Wettkampftag
des Marine-Vierkampf. Nach Absprache und Organisation des Kirmesablaufs flogen
dann Würfel und Dartpfeile. Am Ende gab es mit Hansi und Tommy zwei
Überraschungssieger. Letzterer konnte damit seine dritte Einzeldisziplin und
somit auch den Vierkampf 2025 gewinnen.
Zum Auftakt unseres Schützenfestes waren wir zur Residenzeinweihung beim
Schützenkönigspaar Werner und Kathi vom Marinezug „Kreuzer Emden“ eingeladen.
Ralph überreichte als gemeinsames Geschenk einen großen Anker mit persönlicher
Widmung auf einem Messingschild. Bei guter Beteiligung unserer Truppe genossen
wir im Anschluss einen schönen, gemütlichen Abend.
Nächster Programmpunkt war der der Ehrenabend im Garten unseres Zugkönigs Achim
II..
Frank verzichtete hier – ganz im Sinne unseres Königs – auf eine große Laudatio
und bedachte Achim stattdessen mit verschiedenen, ganz persönlichen Geschenken.
Zum Abschluss wurden ihm dann selbstverständlich die königlichen Insignien
überreicht.
Weiterer Höhepunkt war die „Seemannstaufe“ unseres See-Kadetten Peter. Sinn und
Zweck der Taufe ist es, eingehend zu prüfen, ob der Bewerber sich als fähig und
würdig erweist, ein „echter Mariner“ zu sein. Diese Zeremonie nimmt traditionell
unser „Seebär“ Markus Erhardt vor. Ergebnis war, dass Peter sich gut geschlagen
und die „Taufe“ bestanden hat. Den restlichen Abend verbrachte man mit
Klönschnack und guter Musik.
Am Samstagnachmittag traf man sich zum Warm-Up in Achims Residenz. Das Wetter
präsentierte sich wie an einem Sommertag und so konnten wir erstmalig nur im
Zughemd den Fackelzug bestreiten.
Nach Feldmesse und Parade stand der Sonntagmorgen im Zeichen von Jubiläen und
Ehrungen. Markus Erhardt übernahm zu Beginn die Laudatio zum 50jährigen
BV-Jubiläum von Frank. Dieser bedankte sich im Anschluss für die lieben Worte
und großzügigen, kulinarischen Gutscheine. Weiter ging es mit der Verleihung der
Schützenschnur an Dieter, welche er für dieses Jahr noch einmal trägt. Aufgrund
seines Hattricks beim Zugpokal erhält er dann in 2026 im Tausch eine bronzene
Schnur, welche er nicht mehr abgeben muss. Als weitere Überraschung verlieh
Markus Erhardt auch Tommy eine Schützenschnur, in der Version „Silber“, da
dieser 2-mal den Hattrick im Zugpokal geschafft hat. Zum Abschluss der Ehrungen
übernahm Frank noch einmal das Ruder und beförderte Peter zum Leutnant zur See.
Danach ließ die Mannschaft den Morgen bei belegten Brötchen und einigen
Bierrunden ausklingen.
Eine Stunde vor dem neu installierten Sternmarsch folgten wir der Einladung
unseres Schützenkönigs Werner V. in die Residenz. Zusammen mit einigen Gastzügen
und unseren Freuden aus Neuenhausen stärkten wir uns dort für den weiteren
Sonntag, welcher für viele von uns erst nach Mitternacht endete.
Den Montag ging man eher gemächlich an. Eine kleine Abordnung nahm am
Klompen-Frühstück teil, der Rest trudelte dann nach und nach im Festzelt ein.
Stimmungsmäßig ist der Tag ein Selbstläufer.
Die Beteiligung beim Abholen des Kindergartenregiments und dem anschließenden
Frühstück am Dienstagmorgen ließ in diesem Jahr etwas zu wünschen übrig. Obwohl
freiwillig, ist es ja auch ein Zeichen des Respekts für die Kinder und unseren
Zugkönig.
Dankenswerterweise hatte Detlef seine Terrasse geöffnet und so traf man sich am
Nachmittag auf ein Bierchen. Danach wechselte die Truppe noch einmal zur
Residenz, bevor es zum Festzug und in Folge nahtlos auf die Zielgerade des
Schützenfestes ging.
Beim Krönungsball war die Beteiligung gut. Lediglich der neue Ablauf muss an der einen oder anderen Stelle noch nachjustiert werden, damit die ganze Sache runder läuft.
Auf den Tag genau 34 Jahre nach unserer Gründungsversammlung, fand dann die
letzte Zugversammlung des Jahres statt. Hauptpunkte waren hier die
Manöver-Kritik zum Schützenfest, unser Ausflug 2026 sowie weitere
Terminabsprachen für das kommende Jahr.
Am Freitag, den 24. Oktober erreichte uns dann die traurige Nachricht, dass
Werner Alderath, seines Zeichens 1. Vorsitzender des Bürgervereins,
Marinekamerad und Vater des amtierenden Schützenkönigs, plötzlich verstorben
ist. Ein großer Verlust nicht nur für die Familie, sondern auch sein Engagement
für Frimmersdorf ging weit über das Übliche hinaus. Wir werden Werner nicht
vergessen und ihn entsprechend in Ehren halten.
Das Leben geht trotz allem immer weiter und so erwarteten uns am Wochenende
14./15. November Licht und Schatten. Freitags nahm man mit einer größeren
Abordnung und uniformiert an Werners Beisetzung teil. Die Veranstaltung war wie
erwartet ein Staatsakt. Ein ganzes Dorf nahm Abschied.
Am Samstag fand dann nach langer Unterbrechung endlich wieder ein Treffen mit
unseren Wasserfreunden aus Barrenstein statt. In Markus Feuster`s Wintergarten
nutzte man den gemütlichen Abend zum intensiven Austausch und Absprachen für das
kommende Jahr. Hier gilt es das 50jährige Vereinsjubiläum der Wasserfreunde und
unsere 25jährige Freundschaft angemessen zu feiern.
Zwei Wochen später hieß es wieder „Frimmersdorfer Adventsbaum“, welcher
traditionell am Freitag vor dem 1. Advent von den Dorfkindern geschmückt wird.
Leider fanden nicht viele Mariner den Weg zu der Veranstaltung, die
ausnahmsweise in den Räumen des ehemaligen Sonnenstudios Luchten stattfand.
Und doch gab es noch ein Highlight. Da es allen im Vorjahr so gut gefallen hatte, wiederholte man am Samstag, den 20. Dezember den Jahresabschluss in der Grevenbroicher City. Der Besuch des Weihnachtsmarkt wurde dann im Cafe Kultus um einiges verlängert und so kann man auf einen schönen Ausklang zurückblicken.